Betroffenenberatung Niedersachsen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Niedersachsen. Unterstützen alle Menschen, die Anfeindungen dieser Art als Betroffene*r, Angehörige*r oder Zeug*in erlebt haben.

Kontakt via Kontaktformular (Klick)

oder

Kontakt:
Niedersachsen | Betroffenenberatung Region Süd-Niedersachsen
Asyl e.V.
Katharinenstraße 13
31135 Hildesheim
Tel. 0179 125533 oder 0159 06390203 oder 0159 06849290
E-Mail: sued-nds@betroffenenberatung.de

Leitfaden: Was tun nach einem Angriff?

Bringen Sie sich in Sicherheit
Ihre Sicherheit geht vor! Versuchen Sie der Situation zu entkommen und suchen Sie Schutz.

Bitten Sie um Hilfe
Fragen Sie andere nach Hilfe und sprechen Sie Zeug*innen des Vorfalls an.

Dokumentieren Sie den Vorfall
Fotografieren Sie Ihre Verletzungen, den Tatort und alle umliegenden Gegenstände (z.B. Steine, Scherben, Flaschen, Aufkleber, Kleidung). Lassen Sie alles liegen und verändern Sie nichts am Tatort!

Gehen Sie zum Arzt
Lassen Sie sich untersuchen und bitten Sie den Arzt, alle Verletzungen zu dokumentieren. Eine Behandlung ist im Notfall auch ohne Versicherungskarte möglich.

Bleiben Sie nicht allein
Erzählen Sie Ihrer Familie und Ihren Freund*innen, was Ihnen passiert ist. Sie haben keine Schuld und müssen sich nicht dafür schämen. Bleiben Sie nicht alleine mit Ihren Gefühlen und lassen Sie sich unterstützen.

Schreiben Sie ein Gedächtnisprotokoll

    • Notieren Sie sich alle Erinnerungen an den Vorfall:
    • Wann und wo ist es passiert?
    • Was ist genau passiert? Was ist danach passiert?
    • Wie viele Personen waren beteiligt? Wie sahen diese aus?
    • Welche Verletzungen und Schäden gibt es?
    • Welche Zeug*innen gab es und was haben diese gesehen?

Sie können die Polizei informieren
Es ist Ihre Entscheidung, ob Sie die Polizei hinzuziehen möchten. Sie können die Polizei direkt zum Tatort rufen oder später zur Polizei gehen und den Vorfall melden. Sie müssen nicht alleine zur Polizei. Sie können sich begleiten lassen von Familie und Freund*innen oder Mitarbeiter*innen örtlicher Beratungsstellen. Wenn Sie aussagen möchten, haben Sie das Recht auf eine*n Dolmetscher*in. Der Kontakt mit der Polizei hat keine negativen Auswirkungen auf Ihren Aufenthalt in Deutschland.

Suchen Sie sich Unterstützung
Die Beratungsstellen der Betroffenenberatungen sind für Sie da! Wir helfen Ihnen, wenn Sie rechte, rassistische oder antisemitische Gewalt erlebt haben. Wir helfen auch Angehörigen und Zeug*innen. Sie entscheiden dabei, ob Sie eine persönliche oder anonyme Beratung bevorzugen. Sie entscheiden auch, wo die Beratung stattfindet. Unser Angebot ist vertraulich, unabhängig und kostenlos. Sie können sich auch ohne gültige Papiere bei uns melden.